Die Chicagostory zieht sich über 3 Tage. Wir verlassen Vail am 17.12. gegen 10 Uhr, kommen in Chicago am 18.12. gegen 9 Uhr an und verlassen Chicago wieder am 19.12. gegen 10 Uhr.
Auf der Fahrt nach Chicago verlassen wir nach einiger Zeit die Rockies und kommen nach Nebraska. Hier ist alles ganz flach, die Landschaft ist unendlich langweilig und eintönig. Außer der Straße, auf der wir fahren, ist eigentlich kein Zeichen von Zivilisation zu sehen. Einziges Highlight: in Nebraska gibts einen Ort namens "Alda". Alda, wie geil ist das denn, Alda? :-)
Gegen 23 Uhr machen wir einen kurzen Stop in Omaha, wo sich Mike wieder einmal einen muskialischen Witz für uns anderen ausgedacht hat. Er spielt kanpp eine Million mal den Song "Omaha" der Counting Crows. Oh mein Gott, wie ich den Song während der Fahrt gehasst habe. Jetzt ist er aber eine coole Erinnerung. Wer ihn sich mal anhören will, hier der Link (das Video dazu hat ein Fan gemacht):
http://www.youtube.com/watch?v=SX6EvXTIOAg
Dann gehts durch Iowa, bevor wir gegen 4:15 Uhr nachts die Grenze zu Illinois überqueren. Michael Jordan Bulls, ich komme!
Um 9 Uhr morgens sind wir dann endlich in CHICAGO. Sehr coole Stadt. Wir checken im Hotel ein und besichtigen alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Zuerst ist der Millenium Park mit der "Bohne" dran, aber die seht ihr ja später auf den Bildern. Dann bummeln wir etwas in Michigan Street.
Danach gehen wir in ein Restaurant, wo alle super unfreundlich sind. Die Menükarten werden auf den Tisch geschmissen, die Bedienung gibt stänig freche Antworten; wir sind eigentlich kurz davor, den Laden wieder zu verlassen. Wir kommen uns ziemlich verarscht vor und fragen uns, wo wir hier hingeraten sind. Nach dem Essen löst Mike die Sache dann auf: wir waren in einem Themenrestaurant, wo das Thema ist, dass der Gast eben nicht wie ein König behandelt wird (sondern eher wie ein daher gelaufenes Arsch). Sehr interessant. Vadda, du hättest hier mit Sicherheit deinen Spaß gehabt! :-)
So gestärkt gehts dann in den Zoo, wo wir uns festlich geschmückte Bäume und wilde Tiere ansehen. Umgekehrt wärs lustiger gewesen ;-) Im Zoo dann ein weiteres Highlight: ich treffe den echten Nikolaus. Ja genau, en echten Nikolaus!!! Die Geschichte geht so: Anais sah den Nikolaus und musste natürlich sofort zu ihm auf den Schoß, um sich was von ihm zu wünschen. Als sie zurück kam, war sie fest davon überzeugt, dass es der echte Nikolaus ist. Er konnte nämlich perfekt französisch reden. Natürlich wollte ich das Gegenteil beweisen, bin also auch zu ihm hin, und plötzlich fängt der gute Mann an, deutsch zu sprechen. Mann, hab ich Augen gemacht. Im Chicagoer Zoo sitzt ein Fremdsprachengott. Es wird aber noch besser: mit Jose hat er fließend Spanisch gesprochen. Und da der echte Nikolaus ja alle Sprachen spricht, muss das der echte Nikolaus gewesen sein. Unglaublich!
Da es schon ziemlich spät ist, gehen wir praktisch direkt vom Zoo aus in eine Blues Bar (nur kurzer Zwischenstop im Hotel vorher), das "Blue Chicago". Blues, ja, ganz toll. Genau meine Musikrichtung. Um den Abend zu überleben, bestelle ich mir mal 2 Long Island Iced Teas (nacheinander!). Aber, ich kanns kaum fassen, die Liveband ist wahnsinnig gut. Der "Hoochie Man" spielt mit seiner Band für kanppe 1-1,5 Stunden sehr coolen Blues, so cool, dass ich mir am Ende sogar seine CD kaufe. Jose hämmert sich hier übrigens gepflegt aus dem Leben mit einem Bier/Long Island Iced Tea-Mix.
Nach dem Auftritt gehts für uns alle zur nächsten Bar, der "Underground Wonder Bar". Dort gehen Anais und ich aber nicht mehr rein, da das ganze Eintritt kostet. Jose kann aber nicht genug bekommen und Mike begleitet ihn für die letzte knappe Stunde. Gegen 2 sind wir dann alle wieder im Hotel. Jose fällt sofort aufs Bett und ins Koma. Kurz später überlegt er es sich aber anders und fällt, während er schläft, vom Bett und schläft auf dem Boden weiter. Wesentlich gemütlicher ;-)
Am nächsten Morgen geht es so gegen 8 aus dem Bett. Mike hat sein Handy verloren und eine der Speicherkarten von Joses Kamera vernichtet. Gott sei Dank konnten wir die Bilder retten, sonst wäre Joses Nacht nicht so detailliert dokumentiert. Jose ist von der letzten Nacht natürlich leicht zerstört und schläft deshalb im Auto sofort ein. Und verpasst deshalb...
...aber das lest ihr in der nächsten Folge :-)
Und hier jetzt wieder was für den Anschauungsuntericht: